Wissenswertes: Sonnenfinsternis über Frankfurt

Am Mittwoch, 12. August 2026, lohnt sich am Abend ein Blick nach Westen: Über Frankfurt am Main ist eine tiefe partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Global handelt es sich um eine totale Sonnenfinsternis – die Totalitätszone verläuft jedoch über Island, Grönland und Teile Spaniens. In Frankfurt wird die Sonne nicht vollständig verdeckt.

Der Mond beginnt sich gegen 19:19 Uhr vor die Sonne zu schieben. Das Maximum wird um 20:13 Uhr erreicht; dann sind rund 87 Prozent der Sonnenfläche bedeckt. Bis zum Sonnenuntergang gegen 20:49 Uhr bleibt die Finsternis sichtbar. Weil die Sonne zum Maximum bereits sehr niedrig steht, ist ein freier Blick zum westlichen Horizont entscheidend.

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond aus unserer Perspektive genau zwischen Erde und Sonne steht. Je nachdem, wo man sich auf der Erde befindet, fällt man in den Kernschatten – dort ist die Sonne vollständig bedeckt – oder in den Halbschatten. Frankfurt liegt heute im Halbschatten. Sichtbar wird daher eine schmale Sonnensichel, aber keine dunkle Totalität und keine Sonnenkorona.

Sicher beobachten

Auch bei einer stark bedeckten oder tief stehenden Sonne gilt: Nie ohne geeigneten Schutz direkt in die Sonne schauen. Erforderlich ist eine intakte Sonnenfinsternisbrille nach ISO 12312-2. Normale Sonnenbrillen, CDs, Rußglas oder improvisierte Hilfsmittel schützen nicht ausreichend. Das gilt während der gesamten in Frankfurt sichtbaren Phase.

Besondere Vorsicht ist bei Ferngläsern, Teleskopen und Kameras geboten: Sie dürfen nur mit einem dafür vorgesehenen, sicher befestigten Sonnenfilter verwendet werden.

Sonnenfinsternis fotografieren: so gelingt es

Die tief stehende Sonne macht Frankfurt heute zu einem reizvollen Motiv: Eine feine Sonnensichel über Skyline, Main oder einem freien westlichen Horizont erzählt mehr als ein isolierter Ausschnitt der Sonne.

Für eine Nahaufnahme der Sonne ist ein geprüfter Solarfilter vor dem Objektiv zwingend nötig – und zwar vor jeder Ausrichtung auf die Sonne. Fotografieren Sie möglichst nicht durch den optischen Sucher; nutzen Sie bei einer System- oder Spiegelreflexkamera den Live-View. Stativ, manueller Fokus, manuelle Belichtung und mehrere Belichtungsreihen helfen, die schmale Sichel sauber abzubilden. Die konkreten Werte hängen vom verwendeten Filter ab: Beginnen Sie mit niedriger ISO, kurzer Belichtungszeit und kontrollieren Sie das Histogramm, ohne ausgefressene helle Bereiche.

Wer kein langes Teleobjektiv besitzt, sollte auf die Umgebung setzen: Mit einem Weitwinkel oder einer moderaten Brennweite lassen sich Skyline, Landschaft und die ungewöhnliche Abendstimmung einfangen. Auch beim Smartphone gehört ein geeigneter Sonnenfilter vor die Kameralinse; ohne Filter sollte die Sonne nicht gezielt und dauerhaft aufgenommen werden.

Der wichtigste Tipp ist jedoch organisatorisch: Frühzeitig einen Standort mit freiem Westblick wählen, den Aufbau vorher testen und genug Zeit für die Sicherheitskontrolle des Filters einplanen. Wolken können das Ereignis kurzfristig verdecken – die Finsternis selbst aber ist von Frankfurt aus nur bis Sonnenuntergang sichtbar.

Zeitangaben: Ortszeit (MESZ) für Frankfurt am Main.
Quellen: lokaler Zeitplan, Haus der Astronomie zur Bedeckung, Hinweise des Fachverbands für Strahlenschutz.

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